[ESC] Do, 17.4., 19.00 - 22.00 Uhr RFID-Kleine Funkchips auf Reisen!
Sehr geehrte Damen und Herren!
Wir möchten Sie gern auf folgende Diskussionsveranstaltung von servus.at aus Linz hinweisen.
RFID - Kleine Funkchips auf Reisen!
Am Donnerstag, 17.4., von 19.00 - 22.00 Uhr nehmen wir in der ESC aus der Entfernung teil an der Veranstaltung
aus Linz von servus.at in die ESC via Videostream und IRC-Chat Live-Videostream: www.servus.at/rfid
Wir freuen uns auf Ihr Kommen! Reni Hofmueller
Thursday, 17th of april, 7 - 10pm Live Videostreaming of 3 talks on RFID-technology, from linz, servus.at Language: german
------------------------------------ MODERN TALKING? RFID - Kleine Funkchips auf Reisen! www.servus.at/rfid ---------------------------------
Die Veranstaltung beschäftigt sich mit der Funktechnologie RFID, welche unbemerkt in immer mehr Lebensbereiche vordringt.
Am Donnerstag gibt es Vorträge dreier ReferentInnen, die sich seit langem mit den Herausforderungen und Kontroversen dieser jungen Technologie beschäftigen: Der Datenschutzexperte Mag. Andreas Krisch von der European Digital Rights Initative und Mitglied der RFID-ExpertInnengruppe der europäischen Kommission, die Hackerin Melanie Rieback von der Amsterdamer Universität sowie Dr. Alois Ferscha, Leiter des Instituts für Pervasive Computing an der Linzer Kepler Universität.
Welche Verbesserungen oder Visionen wird RFID bringen, oder sind schon Realität? Wer zieht aus der Technologie aus welchen Gründen Nutzen? Welches Gefahrenpotential verbirgt sich hinter RFID? Mit welchen Problemstellungen beschäftigen sich AktivistInnen und DatenschützerInnen? Welche Rolle spielen HackerInnen in der technologischen Entwicklung?
Live-Videostream: www.servus.at/rfid ---------------------------------
Programm:
19:00 Uhr: Vortrag, Univ.-Prof. Dr. Alois Ferscha 20:00 Uhr: Vortrag, Mag. Andreas Krisch 21:00 Uhr: Vortrag, Melanie Rieback (Englisch)
RFID steht für Radio Frequency Identification und ist ein Verfahren zur automatischen, drahtlosen und damit unsichtbaren Identifizierung von Gegenständen und Lebewesen. Sie eignet sich zum kontaktlosen Speichern und Senden von Daten, kann über Vorlieben oder Gewohnheiten von Personen Auskunft geben oder auch Wege einer Person oder eines Gegenstandes nachvollziehbar machen.
RFID-Chips werden in Reisedokumenten, Schließsystemen, Schuhsohlen, Autoschlüssel, Haustieren, Kleidergeschäften, Bibliotheken, Themen Parks, Schulen, Gefängnissen und bei Großveranstaltungen benutzt.
Während RFID für Regierungen und Industrie eine ökonomische Innovation bedeutet, bringt RFID laut FuturistInnen die nächste Stufe der Vernetzung. 2007 wurden 1,7 Milliarden Chips produziert, laut Prognosen wird sich der Absatz in den nächsten Jahren weiter dramatisch erhöhen. Als technische Innovation oder im Rahmen von Sicherheitsmaßnahmen sind solche Funk-Chips schon jetzt Teil unseres Alltags, vielfach ohne unser Wissen, denn RFID wurde und wird ohne öffentliche Debatte über Risiken und Nebenwirkungen eingeführt. Wer würde denn auch Technologien in Frage stellen, die prinzipell dafür gedacht sind, das Leben zu vereinfachen, Wartezeiten zu verkürzen, Abläufe reibungsloser zu machen oder gar bezweifeln, was als sicher gilt nicht sicher ist?
Die zunehmende Vernetzung von Dingen und Informationen führt zu der Erkenntnis, dass es in digitalen Netzwerke kein Vergessen und Verschwinden mehr gibt.
Vor zwei Jahren begann sich Servus.at mit dem Thema RFID zu beschäftigen, anlässlich des Einsatzes von RFID-Chips im neuen Reisepass. Im Rahmen dieser Auseinandersetzung wurde der Amtsweg zur Ausstellung eines neuen Reisepasses, dem so genannten Sicherheitspass filmisch dokumentiert. Der Reisepass enthält seit 2006 aufgrund einer EU-Richtlinie einen RFID-Funkchip, auf dem alle Daten nochmals digital und verschlüsselt gespeichert sind, ab 2009 kommt zusätzlich auch noch ein Fingerabdruck dazu. Kurz nach der Einführung in Holland, in England und Deutschland gelang es technischen ExpertInnen allerdings die Sicherheitspässe zu klonen. Wem die Sicherheitspässe also zu unsicher sind, sei es geraten, den Chip in eine Aluminiumhülle zu stecken, um so ein unbemerktes Auslesen zu unterbinden. Die nahe liegende Frage einer mündigen BürgerIn nach einem Kontrollinstrument, um die gespeicherte Information überprüfen zu können, wurde im Bürgerservice-Center mit Erstaunen verneint. Im Übrigen ist der Pass im Falle eines defekten Funkchips immer noch gültig, der/die Betroffene darf sich höchstens auf eine intensivere Auseinandersetzung mit den Grenzbeamten freuen.
In einem weiteren Teil des Projektes wurden Video-Interviews mit ExpertInnen durchgeführt und ein kurzer Animationsfilm produziert, der einen niedrigschwelligen Eintritt in das Thema ermöglichen soll. Alle Videobeiträge feiern am 17.04. Premiere und werden unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht, die es zulässt, die von servus.at erarbeiteten Materialien, unter selben Lizenzbedingungen weiter zu verwenden. www.servus.at/rfid ---------------------------------
Teilnehmer (1)
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labor@mur.at