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Liebe Besucherinnen und Besucher!
Erfahren Sie mehr über die Ausstellung: MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE
MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE
Wie sehr ist mein Körper noch mein Körper, sofern er es je war?
Der menschliche Körper dient als Angriffsfläche der Macht, um einerseits auf das Subjekt, andererseits auf die gesamte Gesellschaft zuzugreifen (Michel Foucault), es sind es vor allem die großen Techkonzerne, die ihre Macht längst nicht mehr nur in ökonomischer Hinsicht ausüben und weiter ausbauen.
Diese Entwicklung wird aber auch von uns selbst befeuert. Nur allzu gerne sind wir zur Selbstkontrolle (Quantifing Self) bereit, trainieren, reparieren, rehabilitieren, modellieren, verschönern und technisieren unseren Körper. Die Selbstoptimierung wird dabei ständig von verschiedensten Programmen erfasst und die Daten den entsprechenden Industrien freiwillig und meist kritiklos zur Verfügung gestellt. Unter deren Einfluss steigt der Druck, eigenverantwortlich in unser Körperkapital zu investieren.
Die Faszination, die technische Geräte und die damit verbundenen Möglichkeiten auf uns ausüben, lässt uns scheinbar kritiklos werden, sogar den Human Enhancement Programmen großer Konzerne gegenüber. Nicht nur zur Zeit des Futurismus waren die Modelle des Maschinenmenschen noch mit Verheißungen und vermeintlich positiven Erwartungen verknüpft, auch am Beginn des Internets gab es die Hoffnung, biografische, kulturelle, sexuelle und soziologische Festschreibungen zu überwinden. Unterdessen wissen wir, wie sehr Normen, Vorurteile, Rassismen, Sexismen et cetera, eingeschrieben in Algorithmen, ihren Einfluss auf Körper (besonders auf den weiblichen) ausüben.
Ist es die Vision des Google-Entwicklers Ray Kurzweil, der behauptet, dass die Menschheit mit Hilfe von Biotechnologie und künstlicher Intelligenz ihre biologischen Grenzen im Jahr 2045 überwunden haben wird oder sind wir (auch) schon längst dabei unsere physische Existenz aufzugeben, wie Paul Virilio meint: werden unsere stillgelegten Körper nur mehr zu Hüllen unseres Selbst, das Sein ein ständiges Online-Sein in einem nie endenden Datenstrom?
Installationen:
Kisses from the Future, Ani Liu (USA)
Distrust; in purple, Harriet Davey (GBR) &
Imogen Davey (GBR)
The Left Hand, Nick Acorne (UKR/AUT)
disarming, Emanuel Gollob (AUT)
Data Safe, Ninja Guru Studio (AUT)
& Holunder Heiß (AUT)
The full color make up
session, Hui Ye (CHN/AUT)
End of Life Care Machine, Dan Chen (USA)
Network of Self, Lans King (USA)
Ausgezeichnet mit dem
Österreichischen Kunstpreis 2020
in der Kategorie
Kulturinitiativen.
Gefördert von: Kulturamt der Stadt
Graz, Kulturreferat des Landes
Steiermark, BMKÖS.
Mit dem Besuch der
Veranstaltung erklären Sie sich
mit der Aufnahme und Verwendung
von Foto- und Videomaterial
einverstanden.
esc medien kunst labor |
Bürgergasse 5, 8010 Graz |
Telefon: +43 316 836 000 | esc@mur.at
| esc.mur.at
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Installations:
Kisses from the Future, Ani Liu (USA)
Distrust; in purple, Harriet Davey (GBR) &
Imogen Davey (GBR)
The Left Hand, Nick Acorne (UKR/AUT)
disarming, Emanuel Gollob (AUT)
Data Safe, Ninja Guru Studio (AUT)
& Holunder Heiß (AUT)
The full color make up
session, Hui Ye (CHN/AUT)
End of Life Care Machine, Dan Chen (USA)
Network of Self, Lans King (USA)
Dates:
ORF Lange
Nacht der Museen
Saturday, 01.10.2022 from 6pm – 1am
ORF
musikprotokoll
Thursday, 06.10.2022, 6.00 – 6.30 pm
Friday
07.10.2022, 2.30pm – 7.00 pm
Saturday, 08.10.2022, 2.30 pm – 7.00 pm
Sonntag, 09.10.2022, 3.30 pm – 7.00 pm
Echtzeitkunstwelt
Installation – Virtual Reality
Offline/Online-Multiplayer-
Framework by Dominik Grünbühel (AUT),
Sebastian Pirch (AUT), Norbert Unfug (AUT),
Ö1
Klassik-Treffpunkt
Saturday, 08.10.2022, 10.05 am – 11.40 am
ORF Live-Radioshow esc medien kunst labor
SHAPE
Artist-in-Residence-Program
Sunday, 09.10.2022, 2.30 pm – 3.30 pm
Sonic Exegesis
Presentation and Talk with Yara Mekawei (EGY),
Ulla Rauter (AUT), Hui Ye (CHN/AUT)
Finissage
18.11.2022, 7 pmOpening hours
steirischer herbst
27.9. – 16.10., Tue – Sun 11 am – 7 pm
8.10. – 18.11., Di – Fr 2 pm – 7 pm
and
by appointment, free entry
Supported by: Kulturamt
der Stadt Graz, Kulturreferat des
Landes Steiermark, BMKÖS.
By attending the event,
you agree to the recording and use
of photo and video material.
esc medien kunst labor |
Bürgergasse 5, 8010 Graz |
Telefon: +43 316 836 000 | esc@mur.at
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