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Liebe Besucherinnen und Besucher!
Echtzeitkunstwelt ist ein Online-Multiplayer-Framework in Virtual Reality. Im Zusammenspiel verschiedener Kunstformen (Figurentheater, Musik, Tanz, bildende Kunst …) erforscht das Projekt die Möglichkeiten von Performance und Liveness im digitalen Raum – immer ortsspezifisch angepasst. Für das ORF musikprotokoll erweitern Dominik Grünbühel, Norbert Unfug und Sebastian Pirch ihre Echtzeitkunstwelt und bauen ein begehbares Musikinstrument in Virtual Reality im esc medien kunst labor. Klänge, Beats und Samples werden mit virtuellen Objekten physisch manipuliert und erschaffen eine Choreografie: interaktiv, individuell oder kollektiv. Durch Blicke oder Bewegungen im Raum können Besucher:innen den Verlauf beeinflussen. Regler, die sich durch den ganzen Raum erstrecken, und Knöpfe, die vollen Körpereinsatz erfordern, machen das Musizieren zu einer physischen Erfahrung. Die Online-Multiplayer-Funktion erlaubt Menschen aus aller Welt teilzunehmen.
Erfahren Sie mehr über die Ausstellung: MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE
MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE
Wie sehr ist mein Körper noch mein Körper, sofern er es je war?
Der menschliche Körper dient als Angriffsfläche der Macht, um einerseits auf das Subjekt, andererseits auf die gesamte Gesellschaft zuzugreifen (Michel Foucault), es sind es vor allem die großen Techkonzerne, die ihre Macht längst nicht mehr nur in ökonomischer Hinsicht ausüben und weiter ausbauen.
Diese Entwicklung wird aber auch von uns selbst befeuert. Nur allzu gerne sind wir zur Selbstkontrolle (Quantifing Self) bereit, trainieren, reparieren, rehabilitieren, modellieren, verschönern und technisieren unseren Körper. Die Selbstoptimierung wird dabei ständig von verschiedensten Programmen erfasst und die Daten den entsprechenden Industrien freiwillig und meist kritiklos zur Verfügung gestellt. Unter deren Einfluss steigt der Druck, eigenverantwortlich in unser Körperkapital zu investieren.
Die Faszination, die technische Geräte und die damit verbundenen Möglichkeiten auf uns ausüben, lässt uns scheinbar kritiklos werden, sogar den Human Enhancement Programmen großer Konzerne gegenüber. Nicht nur zur Zeit des Futurismus waren die Modelle des Maschinenmenschen noch mit Verheißungen und vermeintlich positiven Erwartungen verknüpft, auch am Beginn des Internets gab es die Hoffnung, biografische, kulturelle, sexuelle und soziologische Festschreibungen zu überwinden. Unterdessen wissen wir, wie sehr Normen, Vorurteile, Rassismen, Sexismen et cetera, eingeschrieben in Algorithmen, ihren Einfluss auf Körper (besonders auf den weiblichen) ausüben.
Ist es die Vision des Google-Entwicklers Ray Kurzweil, der behauptet, dass die Menschheit mit Hilfe von Biotechnologie und künstlicher Intelligenz ihre biologischen Grenzen im Jahr 2045 überwunden haben wird oder sind wir (auch) schon längst dabei unsere physische Existenz aufzugeben, wie Paul Virilio meint: werden unsere stillgelegten Körper nur mehr zu Hüllen unseres Selbst, das Sein ein ständiges Online-Sein in einem nie endenden Datenstrom?
Installationen:
Kisses from
the Future, Ani Liu (USA)
Distrust; in
purple, Harriet Davey
(GBR) & Imogen Davey
(GBR)
The Left
Hand, Nick Acorne
(UKR/AUT)
disarming, Emanuel
Gollob (AUT)
Data Safe, Ninja Guru
Studio (AUT) & Holunder
Heiß (AUT)
The full
color make up session, Hui Ye
(CHN/AUT)
End of Life
Care Machine, Dan Chen
(USA)
Network of
Self, Lans King
(USA)
Ausgezeichnet
mit dem
Österreichischen
Kunstpreis 2020 in
der Kategorie
Kulturinitiativen.
Gefördert von:
Kulturamt der Stadt
Graz, Kulturreferat
des Landes
Steiermark, BMKÖS.
Mit dem
Besuch der
Veranstaltung
erklären Sie sich
mit der Aufnahme und
Verwendung von Foto-
und Videomaterial
einverstanden.
esc medien
kunst labor |
Bürgergasse 5, 8010
Graz | Telefon: +43
316 836 000 | esc@mur.at | esc.mur.at
______________________________________
Installations:
Kisses from
the Future, Ani Liu (USA)
Distrust; in
purple, Harriet Davey
(GBR) & Imogen Davey
(GBR)
The Left
Hand, Nick Acorne
(UKR/AUT)
disarming, Emanuel
Gollob (AUT)
Data Safe, Ninja Guru
Studio (AUT) & Holunder
Heiß (AUT)
The full
color make up session, Hui Ye
(CHN/AUT)
End of Life
Care Machine, Dan Chen
(USA)
Network of
Self, Lans King
(USA)
Dates:
ORF
musikprotokoll
Thursday, 06.10.2022, 6.00 –
6.30 pm
Friday
07.10.2022, 2.30pm – 7.00 pm
Saturday, 08.10.2022, 2.30 pm –
7.00 pm
Sonntag, 09.10.2022, 3.30 pm –
7.00 pm
Echtzeitkunstwelt
Installation – Virtual Reality
Offline/Online-Multiplayer-
Framework by Dominik Grünbühel
(AUT), Sebastian Pirch (AUT),
Norbert Unfug (AUT),
Ö1
Klassik-Treffpunkt
Saturday, 08.10.2022, 10.05 am –
11.40 am
ORF Live-Radioshow esc medien
kunst labor
SHAPE
Artist-in-Residence-Program
Sunday, 09.10.2022, 2.30 pm –
3.30 pm
Sonic Exegesis
Presentation and Talk with Yara
Mekawei (EGY), Ulla Rauter
(AUT), Hui Ye (CHN/AUT)
Finissage
18.11.2022, 7 pmOpening hours
steirischer
herbst
27.9. – 16.10., Tue – Sun 11 am –
7 pm
8.10. – 18.11., Di – Fr 2 pm – 7
pm
and by
appointment, free entry
Supported
by: Kulturamt der
Stadt Graz,
Kulturreferat des
Landes Steiermark,
BMKÖS.
By attending
the event, you agree
to the recording and
use of photo and
video material.
esc medien kunst
labor | Bürgergasse
5, 8010 Graz |
Telefon: +43 316 836
000 | esc@mur.at | esc.mur.at