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Herzliche Einladung zum Late-Night-Ausstellungsbesuch und zum Sommerfest im Palais Trauttmansdorff, Bürgergasse 5!!!

esc medien kunst labor
ROOM OF FINE ARTS
Galerie Grill


aktuelle Ausstellung: PERFECT BODY

PERFECT BODY

im Rahmen von MEIN KOERPER : MEINE MASCHINE

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Wir glauben an die Möglichkeit einer unabsehbaren Zahl menschlicher Verwandlungen und erklären in vollem Ernst, daß im Fleisch des Menschen Flügel schlafen. [F.T. Marinetti] 

Ganz im Sinne der Ideen und Verheissungen des Futurismus, wähnt Marinetti noch überwiegend Positives, wenn er über die technischen Möglichkeiten körperlicher Erweiterungen und Ausweitungen schreibt. Heute sind es vor allem die medialen Inszenierungen auf den Internet-Plattformen, die im Zuge der obsessiven Optimierungsbestrebungen und permanenten (Selbst-)Vermessungen den Blick auf die Statusveränderung des Körpers zum Objekt, zum Kapital blenden.

Wir trainieren, reparieren, rehabilitieren, modellieren, verschönern und technisieren unseren Körper durch Kosmetik, Fitnessprogramme, Präparate und Medikamente, chirurgische Eingriffe, Prothesen, Implantate, Computer-Brain-Interfaces und andere technische Erweiterungen. Der Aufwand und die Ergebnisse werden dabei ständig von verschiedensten Programmen und Anwendungen erfasst, die Daten den datenverarbeitenden Industrien bereitwillig zur Verfügung gestellt. Unter deren Einfluss steigt der Druck, eigenverantwortlich in unser „Körperkapital“ zu investieren, die Nichtbefolgung wird mit Sanktionen bedacht. Die Interventionen betreffen längst auch unsere Kognition und unsere Emotion. Der Befund Michel Foucaults über das wechselseitige Verhältnis von Nützlichkeit und Gefügigkeit des Körpers in einer Politik der Zwänge erfährt heute seine Praxis als Konzernpolitik: Der menschliche Körper geht in eine Verwertungsmaschinerie ein, die ihn durchdringt, zergliedert und wieder zusammensetzt.

Wer welche Interessen verfolgt und wer aus all den schönen und neuen Möglichkeiten der Optimierung und Perfektionierung des Körpers die grössten Gewinne lukriert, sollte uns gewahr sein, wenn der Blick auf die Veränderungen unseres Körpers, unserer Gedanken und Emotionen weichgezeichnet wird durch die Filter der Faszination und erotischen Anziehung.

Installationen:

Cuckoo, Sophie de Oliveira Barate
NETART IMPLANT, Anthony Antonellis
Regenerative Reliquary, Amy Karle
Infinite Posture Dataset, Coralie Vogelaar
Wet Signal Voice Gardens, Kari Robertson
@ilusão, Vitória Cribb
Internet EEG, Nicolas Montgermont, Nicolas Maigret, Support Graz: Iohannes m zmölnig


Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag, 14.00 – 19.00 Uhr und nach Vereinbarung

esc medien kunst labor: Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Kunstpreis 2020 in der Kategorie Kulturinitiativen. 
Gefördert von: Kulturamt der Stadt Graz, Kulturreferat des Landes Steiermark, BMKÖS.

Bildsujet © esc mkl, Mario Klingemann 2022
Mit dem Besuch der Veranstaltung erklären Sie sich mit der Aufnahme und Verwendung von Foto- und Videomaterial einverstanden. 
esc medien kunst labor | Bürgergasse 5, 8010 Graz | Telefon: +43 316 836 000 | esc@mur.at esc.mur.at