Sehr geehrte Damen und Herren, geschätztes Publikum!
Unsere aktuelle Ausstellung Über
Gänge
wird von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet.
Wir freuen uns sehr, Sie in diesem Zusammenhang auf den
nächsten Vortrag am Freitag,
13. Juni 1013 um 19.00 Uhr aufmerksam
machen zu können.
Übergänge
zwischen innen
und aussen. Zu einigen wichtigen Aspekten des Lebens.
von Johanna
Rolshoven
Der
Beitrag versucht, mit
einer kulturanthropologischen Perspektive Übergänge
zwischen
Räumen, Phänomenen und Empfindungen als Raster des
Alltagslebens in
den Blick zu nehmen. Ausgangspunkt der Überlegungen ist
die
Transparenz der esc-Räumlichkeiten in der Grazer
Innenstadt. Durch
ihre Durchsichtigkeit verschränken sie Innen und Außen
miteinander.
Dieses Verwischen der Raumgrenzen, der Übergänge, hat
Vor- und
Nachteile und lädt ein, über Transparenzen, Grenzen und
Übergänge
nachzudenken als Momenten des Innehaltens zwischen
drinnen und
draussen, zwischen verschiedenen Raumwahrnehmungen.
Jeder Übergang hat eine
räumliche, eine zeitliche und eine phänomenale Qualität.
Übergänge, Transparenzen und Grenzen sind stets
ambivalent und
uneindeutig: einmal ein Hindernis, ein andermal eine
Möglichkeit:
Bedeutet der Schritt über eine Schwelle ein Zurückfallen
in etwas
altes, das man überwinden wollte, oder setzt man zum
Sprung zu etwas
Neuem an?
Johanna
Rolshoven
ist empirische Kulturwissenschaftlerin, hat in
Frankreich und Deutschland studiert, 1991-2009 in der Schweiz
gelebt, war an den Universitäten Basel, Frankfurt/M.,
Fribourg, Hamburg, Innsbruck, Joensuu, Marburg, Neuchâtel,
Turku, Zürich und der ETH Zürich tätig. Seit 2009 Professorin
für Kulturanthropologie und Institutsleiterin an der KFU Graz:
kritische Kulturwissenschaft, Stadt-Raum-Kulturforschung,
Mobilitätsforschung und betrachtet die Welt aus der
Perspektive des Alltagslebens.