In der Anfangsphase des Internets hatte
die Vernetzung in einer dezentral wachsenden
Infrastruktur bestanden. Dieser anfänglich
kollektive Charakter des Netzes prägte Kunst und
Kultur dieses neu entstehenden virtuellen
Raumes. Das Grundkonzept war die Verschränkung
unterschiedlicher Wissens- und Erfahrungsstränge
mit dem Ziel, Einblicke in die Gegenwart zu
gewinnen.
Soft- und Hardware waren darauf ausgelegt,
sowohl das Kollektive als auch das Individuelle
koexistierend möglich zu machen.
Mit den Entwicklungen rund um Web 2.0 ist (fast)
ausschließlich die Individualisierung der
Nutzer*innen mit gleichzeitiger Monopolisierung
der Infrastrukturen gefördert worden. Das
Projekt hinterfragt diese Entwicklungen und legt
dystopische und utopische Qualitäten des
Internets in einer kritischen Betrachtungsweise
offen.
Die Serie ITERATIONEN begann 2015
mit dem Projekt The Tech Oracle (TTO),
bei dem das unverhältnismäßige Vertrauen, das
wir in Dienste des WorldWideWeb legen in
differenten Kontexten reflektiert wurde.
Die
Videodokumentation der ersten
Iterationen in Graz:
http://esc.mur.at/de/videoarchiv
Mit Annie Abrahams (NL/FR), Julien
Desweaf (USA/BE), Miriam Raggam (A), Pascale
Barret (BE/FR), Claire Williams (BE/FR),
François Zajega (BE)