Ein FM-Radio
könnte
beispielsweise
ein Smartphone
aus zehn
Metern
Entfernung
über die
Spracherkennung
fernsteuern,
ohne das dabei
die
Sprachbefehle
im Rauschen
gehört würden.
Das Kabel von
einem
eingesteckten
Kopfhörer wäre
die Antenne.
Ein solcher
Seitenkanalangriff
als verquerer
Zugang auf ein
digitales
Gerät ist eher
hypothetisch
in der
Ausnutzung
einer
Schwachstelle.
Und doch,
diese Kluft
zwischen dem,
was ein Gerät
tun sollte und
dem, was es
tut oder tun
wird, bieten
einen
imaginären und
realen
Handlungsraum
für
verschiedenste
Akteure und
sind hier
Ausgangspunkt
für Fragen zu
technologischen Realitäten. Wie können wir selbst darin denken und
handeln, ohne
zu
vereinfachen
und
auszublenden?
Wir nutzen
dazu auch das
Setting des
Radio Cyborg
Transmitters:
Zusätzlich zu
Klanggeneratoren und tontechnischen Geräten sind am RCT Sensoren zur
Umgebungsmessung
wie
Geigerzähler
und Strahlung
allgemein,
Temperatur
oder
Luftfeuchtigkeit
und auch
Feinstaub
angebracht.
Der
integrierte
Sonnenschirm
dient
gleichzeitig
als
Montagevorrichtung
für eine
Satellitenempfangsantenne,
die Positions-
und
Wetterdaten
einiger der
über Graz
hinwegfliegenden
Satelliten
aufnimmt. Die
live
gemessenen
Daten werden
in Klang
umgesetzt und
so wird Graz
hörbar: eine
ganz neue Form
von
Klanglandschaft
entsteht und
Information,
die uns
Menschen mit
unseren Sinnen
gar nicht oder
nur sehr
eingeschränkt
zugänglich
wäre, wird
sinnlich
erfahrbar.
Wir machen
|Radio| statt
die
intrinsische
<Musik>
des
Überwachungskapitalismus
zu senden!